Kosten

Wie stellen wir das Ganzefinanzseitigauf?

Die Frage ist mehr als berechtigt. Das, was wir bereits gehört haben, sieht ja nun wirklich nicht gerade nach einem kleinen Nachbarschaftszirkel aus, der sich mal eben eine Stunde zum Tontaubenschiessen oder Wandern treffen will. Der Plan zum Aufbau eines ganzen Dorfes, dazu noch selbstversorgt, klingt einfach zu „groß“ um wahr zu sein – oder zu werden. „Wie soll denn ICH sowas stemmen? oder „Meier, wie willst gerade DU….!“ werden die Sätze sein, die uns als erstes durch den Kopf gehen oder die wir auch von gut meinenden Freunden zu hören bekommen.

Dabei unterliegen wir einem Grundfehler: Wir denken zuerst immer an uns selbst, als Person. Und vergessen dabei die um ein mehrfaches erhöhten Möglichkeiten eines Teams. Wer in einem Anfall von Gründervatermentalität allein mit der Axt in den Wald marschiert, um sich ein Haus zu zimmern, kann in der Tat lange daran basteln, bis die windschiefe Hütte halbwegs sicher steht. Bis dahin hat der verzweifelte Lebensabschnittspartner längst das Weite gesucht. Ein Team stellt dagegen schon mal ein Fertighaus an einem Abend auf, bevor die Gans im Bräter auch nur halbwegs crisp ist. So geschehen bei „Wetten dass“. Sicher, da schraubten veritable Fachkräfte um die Wette, es ist ein extremes Beispiel. Aber deutet dennoch an, „was geht“, wenn sich schon eine überschaubare Gruppe zur Erreichung eines Ziels zusammentut.

Vor allem, und das ist kein unbedeutendes Detail in dieser Sache, wenn sie Geld zusammenlegt. Wir planen hier Dorfseitig mit 50 Haushalten, dazu nochmal 20 Aktivkräfte im Schnittstellbetrieb. Ziehen die alle an einem Strang, dann kann das „Unternehmen “AutarkAusstieg“ mit wenig, vergleichsweise rekordverdächtig wenig Barmitteln an den Start gehen.

  • 18.500 Euro sind anzusetzen für die Bezieher des Schnittstellenbetriebs, die sich innerhalb einer eigenen Wohnklause auf Lebenszeit ein kollektives Zusammenleben vorstellen können. Eingerechnet sind hier der Erwerb des Bauernhofs plus Nutzfläche, Tierbestand (Kühe, Schafe, Hühner), Sägewerk/Schreinereibetrieb zur Fertigung von Strohballenhäusern, autarke Selbstversorgung, Großküche, Kaminzimmer, hauseigene Sauna etc.
  • 18.500 Euro zahlt der „Dörfler“ für Grund und Boden. Inkludiert sind fertig erstellte Wege, Dorfplatz, Anbindung Energie & Wasser, Schule, Kino, Poststation/Importladen, Aushub eines Sees mit Sandstrand, Sport- und Freizeiteinrichtungen (Beachvolleyball, Tennis, Fußball) etc.

Das ist nicht nur nicht viel. Das ist im Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht und ergreifend NICHTS.

Sehen wir uns jetzt an, wie „sich“ das ganze “rechnet” und aufbaut:

SCHNITTSTELLENBETRIEB

Einlagebedarf insg. pro Person
Bauernhof nebst Land/wirtschaft
ein Dreiseithof und dazugehöriger Grund*Angebot:Vierseithof, 31.000m2, 180.000,-. 240.000 12.000
Zukauf an Tierbestand
100 Schafe 10.000 500
10 Milchkühe 10.000 500
2 Kaltblutpferde oder Traktor 2.500 125
130 Legehühner 1.000 50
6 Gewächshäuser je 18m² (3×6) zusammen 1.000 50
Schreinereiwerkstatt für Fertigung v. Strohballenhäusern
Geräte für die Schreinerei 25.000 1.250
Scheune dafür 7.500 375
Strohballenpressmaschine 2.000 100
Bagger 12.500 625
Baukran 12.500 625
Einrichtungsarbeiten, Zukäufe
Einrichtung Großraumbüro (8x Tischensemble + Lampen) 1.500 75
Bürogrundeinrichtung/technik (PCs) 3.000 150
Großküche 12.000 600
Speiseraum: Tische + Stühle 2.000 100
Wohn&Begegnungsraum: Einrichtung Bibliothek 2.000 100
20 Meditationskissen /Kampfsport/Yogamatten 600 30
Beamer, Leinwand 500 25
Bogenschiessanlage (2x Recourvebogenset + Zielscheibe) 500 25
Billardtisch, gebr. 1000 50
Sauna 3.000 150
Gemeinschaftsbus 3.500 175
Verbesserungen
Waschraum/Duschraum (Kacheln) 2.500 125
Armaturen 4.000 200
Waschraum/Wäsche (Kacheln + 3Waschmaschinen) 3.500 175
in allen Räumen tapezieren (Tapeten und Leim) 2.000 100
in allen anderen Räumen Teppich- od. PVCboden 3.000 150
Im Wohn/Begegnungszimmer einen Kamin mauern 2.000 100
370.600 18.530

DORF

Einlagebedarf insg. pro Person
Genossenschaftsbeteiligungen
Einstand für Gesamtgrund/boden 200.000 4.000
Anschluss Energie & Wasser (ein Brunnen kostet 5.000,-) 250.000 5.000
Einstand „Gemeinschaftsbereiche“* 486.000 9.720
936.000 18.720
Gemeinschaftseinrichtungen*
HÄUSER
Schule (Raummodule) 50.000 1.000
Kirche / Kino 50.000 1.000
Teleskop 1.000 20
KinoLeinwand / ProfiBeamer 1.000 20
3 Aquarien je 180cm, insg. 500 10
Kamin 10.000 200
Wellnesszentrum 50.000 1.000
Post/Bank/Reise/Importe 50.000 1.000
Hotel/Gasthof mit Bowlingbahn privatisiert
Sauna mit Aussenwhirlpool privatisiert
Bibliothek privatisiert
SPORT
2 Beachvolleyballplätze 15.000 300
2 Tennisplätze (Asche) 25.000 500
Fußball/Rugby/Hockeyplatz 20.000 400
2 Rhönräder 1.750 35
2 Hängegleiter 1.500 30
1 GrossTrampolin 1.000 20
KINDER
Zelt 5.000 100
Schul/Sport/Trikots 9.000 180
WEGE u.ä.
Wege: verdichteter Kies oder Holz oder 5m breit auskoffern
und Pflastersteine/ Bruchsteine einbringen.
Dorf-Platz: verdichteter StreuKies
100.000 2.000
See mit Sandstrand 60.000 1.200
http://www.lisberg.de/formulare/trabelsdorf_bi-galabau_8_und_9-10.pdf (404)
Bäume (größere Platanen f.280,-/Stück 20 Dorfplatz, 20 verstreut, 20/20 Allee) 22.500 450
ZierBrunnen, 2 Stück, zus. 4.000 80
Anlage von Fischteichen für Karpfen, Forellen etc. per Bagger privatisiert (Fischer)
HAUS
Aushänger 3.750 75
Hauslaterne 5.000 100